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Rafał Włodarczyk
5 typische Fehler beim Verpacken von Waren – und wie Sie sie vermeiden können
Verpackungsfehler verursachen nicht nur Transportschäden, sondern auch unnötige Kosten und unzufriedene Kunden. In vielen Unternehmen schleichen sich beim Verpacken kleine, aber entscheidende Fehler ein. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche fünf Fehler besonders häufig vorkommen – und wie Sie diese mit klaren Maßnahmen vermeiden können.
Fehler 1: Falsche Verpackungsgröße – zu viel Luft, zu wenig Schutz
Ein oft übersehener, aber entscheidender Punkt im Versandprozess ist die Auswahl der richtigen Verpackungsgröße. Viele Unternehmen greifen aus Bequemlichkeit oder Kostengründen auf Standardkartons zurück – unabhängig vom tatsächlichen Produktmaß. Das führt in der Praxis häufig dazu, dass entweder viel zu große oder zu kleine Verpackungen verwendet werden.
Ist die Verpackung zu groß, braucht sie mehr Füllmaterial und erhöht automatisch das Paketvolumen. Das bedeutet: höhere Versandkosten, mehr Materialeinsatz und ein größeres Risiko für Schäden, da das Produkt im Karton verrutschen kann. Gleichzeitig entsteht beim Empfänger oft ein negativer Eindruck durch die „Verschwendung“ von Verpackung – ein Detail, das schnell auf die Professionalität des Absenders zurückfällt.
Zu kleine Verpackungen hingegen setzen das Produkt einem hohen Druck aus: Kanten werden gequetscht, empfindliche Flächen beschädigt. Bei einem eng kalkulierten Warenversand ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer – Retouren, Ersatzlieferungen und Reklamationsbearbeitungen kosten Zeit und Geld.
Wer Verpackungsfehler vermeiden will, sollte sich bewusst mit der Dimensionierung beschäftigen. Für viele Produkte gibt es bereits heute variable Kartonlösungen, die in Höhe und Breite angepasst werden können. Auch der Einsatz von Verpackungsmaschinen kann helfen, den Prozess zu automatisieren und die Auswahl zu standardisieren.
Ein weiterer Vorteil passgenauer Verpackungen: Sie helfen dabei, Transportschäden zu verhindern, da das Produkt besser fixiert ist und weniger Bewegungsspielraum hat. Eine Investition in die richtige Verpackungsgröße lohnt sich langfristig immer – nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf das Kundenerlebnis.
Fehler 2: Ungeeignete Polstermaterialien – Transportschäden sind vorprogrammiert
Ein weit verbreiteter Irrglaube im Versandbereich lautet: „Irgendein Füllmaterial wird schon reichen.“ Genau das ist einer der Gründe, warum viele Produkte beschädigt beim Kunden ankommen. Denn nicht jedes Polstermaterial eignet sich für jedes Produkt – und nicht jede Art von Füllung schützt effektiv.
Vor allem empfindliche Artikel wie Elektronik, Glaswaren, medizinische Geräte oder Kosmetikprodukte benötigen gezielten Schutz. Wird hier am Material gespart oder wahllos gepackt, sind Transportschäden fast unausweichlich. In vielen Fällen reichen bereits kleine Erschütterungen aus, um Schäden zu verursachen – etwa Haarrisse in Glas, Mikrokratzer auf Displays oder lose Kontakte bei Technikartikeln.
Die Auswahl des passenden Polsters hängt vom Produkttyp, der Empfindlichkeit und dem Gewicht ab. Während leichte Produkte wie Kleidung kaum zusätzliche Polsterung brauchen, sollten schwere oder fragile Waren mit Luftpolsterfolien, Wellpappe oder Schaumstoffeinlagen gesichert werden. Achten Sie zudem auf die vollständige Fixierung des Produkts im Karton – es darf sich nicht bewegen können.
Ein häufiger Fehler beim Verpacken von Waren ist auch die ungleiche Verteilung des Materials. Viele packen zu viel oben, aber zu wenig unten oder seitlich. Die Folge: Das Produkt wird im Karton “gedrückt” oder kippt bei Transportbewegungen.
Wer dauerhaft Schäden – und damit Kosten – vermeiden will, sollte nicht nur Material einkaufen, sondern gezielt passende Lösungen für verschiedene Produkttypen definieren. Es lohnt sich, den Verpackungsprozess regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren – vor allem im Hinblick auf empfindliche Waren.
Fehler 3: Zu wenig Aufmerksamkeit bei empfindlichen Produkten
Empfindliche Produkte benötigen besondere Aufmerksamkeit – das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber oft ignoriert. Gerade bei hohem Versandvolumen ist die Versuchung groß, alle Artikel „nach Schema F“ zu verpacken. Doch was bei einem robusten Kunststoffteil kein Problem ist, kann bei einem zerbrechlichen Elektronikartikel zu ernsthaften Schäden führen.
Viele Unternehmen unterschätzen den Aufwand, der mit dem Versand sensibler Güter verbunden ist. Dabei ist es meist kein großer Mehraufwand, sondern schlicht eine Frage der Organisation und des Bewusstseins. Wer Waren richtig verpacken möchte, sollte den Artikel zunächst genau analysieren: Welche Teile sind besonders empfindlich? Welche Kräfte wirken beim Transport? Wie kann man gezielt schützen, statt wahllos zu polstern?
Besonders wichtig ist auch das Thema Produktfixierung. Produkte, die sich innerhalb der Verpackung bewegen können, sind deutlich stärker gefährdet – selbst bei guter äußerer Verpackung. Es kommt auf das Zusammenspiel von Kartongröße, Innenverpackung und Polstermaterial an.
Tipps für sicheres Verpacken:
- Verwenden Sie Einlagen, Zwischenlagen oder Trennelemente, um Einzelteile zu stabilisieren
- Fixieren Sie das Produkt mittig im Karton, fern von den Rändern
- Vermeiden Sie direkte Materialkontakte. B. bei lackierten Flächen
Auch Schulung spielt hier eine große Rolle. Verpackungspersonal sollte genau wissen, wie empfindliche Produkte gehandhabt werden müssen – nicht nur theoretisch, sondern im praktischen Alltag.
Fehler 4: Keine klaren Versandhinweise oder Kennzeichnungen auf dem Paket
Selbst mit der besten Verpackung ist ein Versand unsicher, wenn das Paket unterwegs falsch behandelt wird. Hier kommt die Bedeutung von klaren Versandhinweisen ins Spiel – ein Punkt, der oft komplett übersehen wird. Dabei ist er essentiell, um häufige Versandfehler zu vermeiden.
Fehlende oder unzureichende Kennzeichnungen können dazu führen, dass ein Paket falsch gelagert, verkehrt herum gestapelt oder unsachgemäß befördert wird. Hinweise wie „Vorsicht Glas“, „Nicht stapeln“, „Oben“ oder „Temperatursensibel“ sind mehr als bloße Aufkleber – sie geben Mitarbeitern im Lager, in der Logistik und beim Transport klare Anweisungen.
Umgekehrt führen fehlende Hinweise oft zu Missverständnissen. Gerade bei internationalen Sendungen oder in automatisierten Logistikzentren ist es entscheidend, dass Kennzeichnungen eindeutig und international verständlich sind.
So können Sie Verpackungsfehler vermeiden:
- Nutzen Sie international genormte Piktogramme für Warn- und Handlingsymbole
- Achten Sie auf gut sichtbare, witterungsfeste Etiketten
- Schulen Sie Ihr Versandpersonal zur korrekten Anbringung der Kennzeichnung
Auch spezielle Aufdrucke wie Barcode-Labels oder QR-Codes für Sendungsverfolgung sollten an klar definierten Stellen angebracht werden – sonst können Lesefehler zu falschen Zuordnungen oder Verzögerungen führen.
In vielen Branchen ist es mittlerweile Standard, bestimmte Versandhinweise in den Prozess zu integrieren. Es lohnt sich, auch bei kleineren Versandmengen professionelle Kennzeichnungsroutinen zu etablieren. Das verhindert unnötige Reklamationen – und schützt Ihre Produkte auf dem letzten Meter bis zum Kunden.
Fehler 5: Vernachlässigung von nachhaltigen Verpackungslösungen im Unternehmensversand
Der Anspruch an Verpackung hat sich verändert: Neben Schutz und Effizienz erwarten Kunden heute auch, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen. Trotzdem greifen viele Betriebe weiterhin auf Materialien zurück, die weder sinnvoll dimensioniert noch ressourcenschonend sind. Dabei können Unternehmen durch gezielte Maßnahmen nicht nur Umwelt, sondern auch Kosten sparen.
Die Wahl umweltschonender Verpackungslösungen muss nicht kompliziert oder teuer sein. Häufig reicht es, den Bestand zu überprüfen und bewusster einzukaufen. Denn: Weniger Verpackung = weniger Materialeinsatz = geringere Transportkosten.
Beispiele für bessere Verpackungsentscheidungen:
- Verzicht auf überdimensionierte Kartons bei kleinen Produkten
- Einsatz von Verpackungen mit hohem Recyclinganteil
- Umstieg auf wiederverwertbare oder kombinierte Versandlösungen
Wenn Sie langfristig Verpackungsfehler vermeiden möchten, sollten Sie Nachhaltigkeit als festen Bestandteil Ihrer Versandstrategie einführen. Denn Kunden bewerten Unternehmen zunehmend auch anhand ihrer Verpackungslösungen – insbesondere im B2B-Bereich.
Als führender Hersteller von Versandverpackungen bietet TAP seit 1972 Lösungen, die Schutz und Verantwortung verbinden. Unsere Mission: Schutz von Produkt, Mensch und Umwelt. Mit Produkten wie der TAP Comebag® oder Versandmaterialien mit bis zu 95 % Recyclinganteil unterstützen wir Unternehmen dabei, ihren Versand zukunftssicher aufzustellen.
Auch bei internen Prozessen achten wir darauf, Transportschäden zu verhindern und Verpackung neu zu denken – mit dem Ziel, Effizienz und Umweltbewusstsein in Einklang zu bringen. Denn gute Verpackung beginnt nicht beim Kunden, sondern in der Produktion.